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ARTEWS

Advanced Reverse Engineering Techniques for Embedded and Wireless Systems

Wie kann die Sicherheit und Transparenz vernetzter eingebetteter Systeme gewährleistet werden, wenn deren interne Schutzmechanismen oft wie eine "Black Box" verborgen bleiben? Im Projekt ARTEWS, einem Forschungsvorhaben des Nationalen Forschungszentrums für angewandte Cybersicherheit (ATHENE), entwickeln Experten der TU Darmstadt und der Hochschule Darmstadt innovative Methoden zur automatisierten Sicherheitsanalyse eingebetteter Systeme und drahtloser Kommunikation.

Moderne urbane Infrastrukturen und intelligente Transportsysteme verlassen sich zunehmend auf hochkomplexe, vernetzte Geräte wie Smart-Home-Komponenten und vernetzte Fahrzeuge. Da Hersteller oft proprietäre Protokolle, verschlüsselte Firmware oder Hardware-Sperren einsetzen, um geistiges Eigentum zu schützen, sind unabhängige Sicherheitsprüfungen und Konformitätstests extrem schwierig. Herkömmliche, manuelle Analyse-Methoden reichen nicht mehr aus, um mit der technologischen Komplexität moderner Chipsätze und Funkprotokolle Schritt zu halten, was die Identifizierung von Designschwächen und Schwachstellen erschwert.

Das Ziel von ARTEWS ist es, ein Framework zu entwickeln, das durch die Korrelation verschiedener Datenquellen, z.B. Funksignale, Hardware-Schnittstellen und Bus-Kommunikation, die Rekonstruktion von Systemfunktionen automatisiert. Ein Schwerpunkt liegt auf der KI-gestützten Analyse, um verschleierte Firmware zu verstehen und die Funktionsweise proprietärer kryptografischer Protokolle zu rekonstruieren. Über die reine Analyse hinaus entwickelt das Team zukunftsfeste Schutzmaßnahmen: Schwache oder veraltete Sicherheitsmechanismen werden durch agile Kryptografie und softwarebasierte Gegenmaßnahmen ersetzt. Diese Lösungen werden abschließend in realitätsnahen Demonstratoren, wie modernen Fahrzeugen oder Smart-Home-Umgebungen, integriert und evaluiert. 

Projektinformationen

Projektleitung an der h_da:Prof. Dr. Christoph Krauß, Prof. Dr. Alexander Wiesmaier
Laufzeit:01.01.2026 - 31.12.2029
Mittelgeber:Nationales Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit (ATHENE)
Projektpartner:Technische Universität Darmstadt (Prof. Dr. Matthias Hollick)
Projektseitehttps://www.athene-center.de/forschung/securban